Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Bausparfinanzierung

Bauspareinlagen weiterhin über der 20 Milliarden Euro Marke

Wien (OTS)

  • Die Finanzierungsleistungen aller Bausparkassen konnten 2016 mit 2,88 Milliarden Euro gegenüber 2015 mit 2,68 Milliarden Euro deutlich zulegen.
  • Die Bauspareinlagen erreichten mit 20,42 Milliarden Euro das Vorjahresniveau und liegen weiterhin deutlich über der 20 Milliarden Euro Grenze.
  • Die nach wie vor sehr geringe Sparquote und das Niedrigzinsniveau führten mit773.629 neu abgeschlossenen Bausparverträgen zu einem leichten Rückgang im Neugeschäft gegenüber 2015.
  • Sanierungsscheck und Handwerkerbonus waren auch 2016 ein wichtiger Impuls für Umwelt und Bauwirtschaft. 33 Millionen Euro für den Sanierungsscheck lösten umweltrelevante Investitionen in der Höhe von 310 Millionen Euro aus.
  • Eigenheim und Bausparen beliebteste Anlageformen

Gemäß den Angaben der Österreichischen Nationalbank verzeichnete die Österreichische Wirtschaft 2016 eine moderate Wachstumsbeschleunigung, getragen vom privaten Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen der österreichischen Unternehmen. Der positive Wachstumstrend soll auch 2017 andauern.

Das anhaltende Niedrigzinsniveau, die mit 8,9 % des nominell verfügbaren Haushalteinkommens nach wie vor geringe Sparquote privater Haushalte sowie die Erfüllung regulatorischer Vorgaben prägten auch das Geschäftsjahr 2016 und schafften ein herausforderndes Umfeld.

Wohneigentum als attraktivste Veranlagungsform

Wohneigentum galt bei den Österreicherinnen und Österreichern 2016 als attraktivste Veranlagungsform. Dieser klare Trend zu den eigenen vier Wänden spiegelte sich auch in der Preisentwicklung der Wohnimmobilien wider, die selbst im Ballungsraum Wien von einem hohen Niveau aus weitere 3,1 % zulegten.

Besonders erfreulich ist der Umstand, dass gemäß Ergebnis des neuen Stimmungsbarometers des Marktforscher GfK Austria vom Februar 2017 das Bausparen in der Gunst der Österreicherinnen und Österreicher wieder zulegen konnte und neben dem Eigenheim als beliebteste Anlageform gilt.

„Wohnen zählt zu unseren wichtigsten Grundbedürfnissen. Umso alarmierender ist die nach wie vor angespannte Situation am Wohnungsmarkt mit weiterhin steigenden Preisen für Wohnimmobilien, steigenden Wohnkosten, mit einer weiterhin sinkenden Wohnbauförderung und einem Wohnungsangebot, das nur mehr eingeschränkt die gesellschaftliche Realität abbildet. Die demografische Entwicklung, die Migration, die Digitalisierung und damit einhergehende Wohntrends erfordern neue Bau- und Wohnmodelle. Wie zum Beispiel Mehr Generationen Wohnmodelle, die ein

Miteinander der Generationen fördern und damit die Etablierung neuer soziale Netzwerke ermöglichen“, sagte Dr. Susanne Riess, Generaldirektorin der Bausparkasse Wüstenrot und derzeit AÖB Vorsitzende.

Nachfrage nach Finanzierungsleistungen auch 2016 deutlich gestiegen

Susanne Riess zeigt sich erfreut, dass die Österreichischen Bausparkassen zum vierten Mal in Folge ein deutliches Plus bei der Finanzierungsleistung erzielen konnten. „Trotz schwierigen Konditionenwettbewerbs vertrauen die Menschen den Bausparkassen als Finanzierungspartner wenn es um die Realisierung ihrer Wohnträume geht. Das mit gutem Grund, denn Bausparen bietet ein Höchstmaß an Sicherheit, Wertbeständigkeit und langfristiger Planbarkeit“, sagte Riess.

2016 haben die Bausparkassen 2.878 Millionen Euro an Finanzierungsleistungen zur Verfügung gestellt, von denen ausschließlich die heimischen Wirtschaft und insbesondere die Bauwirtschaft profitierten. Auch die Bausparausleihungen erreichten mit 18.584 Millionen Euro annähernd den Vorjahreswert (- 2 % gegenüber 2015).

Bausparprämie mit 56-facher Hebelwirkung

2016 betrug die staatliche Bausparprämie 51, 4 Millionen Euro und löste mit einer 56-fachen Hebelwirkung ein Finanzierungsvolumen von 2.878 Millionen Euro aus. Damit ist die staatliche Bausparprämie ein wichtiger Impulsgeber für den heimischen Wohnbau und die Bauwirtschaft.

Bauspareinlagen auch 2016 über der 20 Milliarden Euro Grenze

„Bausparen ist der sichere Weg zu den eigenen vier Wänden oder zur Vorsorge für Pflege und Bildung. Und Bausparen bewährt sich seit über 91 Jahren als verlässliche und Wert beständige Spar- und Finanzierungsform, die alle Wirtschaftskrisen und Turbulenzen auf den Finanzmärkten überdauert hat. Das wissen die Bausparerinnen und Bausparer und vertrauen daher bei langfristigen Finanzierungsentscheidungen und wenn es darum geht auch kleine Beträge zusammenzusparen den Bausparkassen. Vor diesem Hintergrund bliebe das Niveau der Bauspareinlagen auch 2016 klar über der 20 Milliarden Euro Grenze. Der leichte Rückgang im Neugeschäft war ein Ergebnis der geringen Sparquote, des allgemeinen Niedrigzinsniveaus und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für private Haushalte. Im Ergebnis erreichte auch das Neugeschäft ein beachtliches Niveau“, sagte Susanne Riess.

Sanierungsscheck und Handwerkerbonus setzen Erfolgsgeschichte fort

Der Sanierungsscheck, dessen Einreichung die Bausparkassen seit 2009 kostenlos abwickeln, in dem sie die Förderanträge entgegennehmen und auf Vollständigkeit prüfen, war auch 2016 eine wichtige und erfolgreiche Maßnahme im Interesse der Wohnraumsanierung und der Umwelt. Das zur Verfügung stehende Fördervolumen von insgesamt 33 Millionen Euro für Private löste gemäß Angaben der Kommunalkredit Public Consulting GmbH umweltrelevante Investitionen von 310 Millionen Euro aus.

Auch der 2014 erstmals angebotene Handwerkerbonus wurde wie in den vergangenen Jahren sehr gut angenommen. Mit 20 Millionen Euro Fördervolumen erhielten private Personen einen finanziellen Zuschuss für Handwerksleistungen. An die 45.000 Anträge wurden gestellt. Auch 2017 werden 20 Millionen Euro für den Handwerkerbonus zur Verfügung stehen.

Susanne Riess zeigte sich abschließend sehr zuversichtlich, dass sich der positive Trend zum Bausparen auch im Geschäftsjahr 2017 fortsetzen werde, denn die Investition in eine Wohnimmobilie, in Bildung oder Pflege sei im höchsten Maß Wert beständig und nachhaltig, daher auch eine sichere Form der Vorsorge.

Rückfragen & Kontakt:

Bausparkasse Wüstenrot AG
Dr. Andrea Krametter, Pressesprecherin
Tel.: +43 57070 500 308
Fax: +43 57070 501 308
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